4. Tag: Glaube


Der Glaube an den dreifaltigen Gott und an das Evangelium ist für uns Christen das Fundament, auf dem wir und die Kirche stehen. Wer an Gott und seine Heilstaten, an das Leben und Wirken Jesu glaubt, der braucht in seinem Leben keine Angst zu haben. Wer glaubt, ist nie allein – nicht alleingelassen von Gott und auch nicht von den Menschen. Echter Glaube setzt Lebenskräfte und Perspektiven frei, die das Leben in der Tat lebenswert machen. Wahrer und fester Glaube beinhaltet auch grenzenloses Vertrauen in Gott, der uns an der Seite steht.

In unserer heutigen Zeit und in unserer Welt scheint der Glaube am Verdunsten zu sein, und nur noch wenige Menschen glauben an den Gott der Liebe und des Lebens. Deswegen braucht es in einer solchen Zeitepoche Menschen, die Vorbilder sind, gläubige Menschen, die ihren Glauben auch in Überzeugung sympathisch und einladend leben. Die seligen Eltern Louis und Zélie waren solche Menschen, die nicht nur von Gott und ihrem Glauben geredet, sondern ihn gelebt haben.

Alle Briefe von Zélie Martin sowie ihre ganze Lebenshaltung sprechen immer wieder von ihrem unerschütterlichen Glauben an Gott, auf den sie und ihr Mann ihr ganzes Vertrauen setzen. Ihr gemeinsamer Glaube an Gott ist ein tragender Pfeiler ihres Lebens. Eindrucksvoll schreibt sie ihrer Schwägerin am 12. Februar 1870 nach Lisieux: „Es gibt Leid für alle; die Glücklichen sind nur die weniger Unglücklichen. Das Klügste und Einfachste bei all dem ist, sich dem Willen Gottes zu ergeben und sich vorzeitig darauf vorzubereiten, sein Kreuz so mutig wie möglich zu tragen.“

Beim Evangelist Markus heißt es:

Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Mk 1,14-20

Augenblick der Stille - Litanei

Bitten
Jesus Christus, du hast uns die Botschaft des liebenden Vaters gebracht. In Glauben und Vertrauen bitte ich:

Hilf uns, Herr Jesus, auf die Fürsprache von Louis und Zélie Martin und stärke den Glauben an dich, jetzt und alle Tage meines Lebens. Amen.

Vater unser …

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der in uns den Glauben vermehre.
Heilige Maria, …

Gott, du hast den seligen Louis und Zélie Martin die Gnade geschenkt, sich als Eheleute und Eltern zu heiligen. Hilf uns auf ihre Fürsprache dich zu lieben und dir in Treue zu dienen, denn die Heiligkeit ihres Lebens kann jedem von uns ein Vorbild sein. Darum bitten wir durch Jesus Christus.