5. Tag: Hoffnung
Ohne Hoffnung können wir Menschen nicht leben. Zu viele unterschiedliche Situationen und Augenblicke stellen sich oftmals ganz plötzlich in unser Leben ein, mit denen wir nicht gerechnet haben und die uns menschlich überfordern. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ heißt ein altes Sprichwort. In der Tat, gerade wir Christen dürfen niemals die Hoffnung aufgeben, weil wir wissen, dass Gott dieses Leben mit uns lebt. Auch in hoffnungslosen Momenten dürfen wir hoffen, denn im Vertrauen auf Gott, der unser Leben in seinen Händen hält, gibt es für uns Antworten und Lösungen, die er für uns bestimmt hat und unser Heil sind. Louis und Zélie Martin waren hoffende und hoffnungsvolle Menschen und haben in allen Lebenslagen davon Zeugnis gegeben. Ihre Hoffnung war im Vertrauen auf Gott begründet und ausgerichtet.
Frau Martin schreibt am 17. Oktober 1871 an ihren Bruder, dessen Frau am Tag zuvor ihr Kind bei der Geburt verlor: „Trotzdem, mein lieber Freund, beschweren wir uns nicht; der liebe Gott ist der Herr. Er kann uns unserem Wohl überlassen oder uns leiden lassen, aber nie werden seine Hilfe und seine Gnade uns fehlen“ und einige Jahre später am 13. Januar 1875 an ihre Schwägerin: „Wenn die Prüfung auch etwas andauert, so darf man doch nicht den Mut verlieren. Wer auf Gott vertraut, wird niemals enttäuscht.“
Aus dem Römerbrief:
Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Röm 5,1-5
Augenblick der Stille - Litanei
Bitten
In der Hoffnung auf Jesus Christus und in dem Vertrauen, dass er mich hört und versteht, bete ich zu ihm:
- Gib allen Menschen, die ohne Hoffnung und ohne Vertrauen ihr Leben führen, ein Zeichen deiner Gegenwart.
- Stehe all jenen bei, die in Freude und Optimismus durch ihr Leben gehen und anderen Mut machen.
- Erfülle den Heiligen Vater, die Bischöfe, Priester und Diakone mit der Kraft deines Geistes.
Herr Jesus Christus, erhöre meine Anliegen und enttäusche mich nicht in meiner Hoffnung, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und liebst in alle Ewigkeit. Amen.
Vater unser …
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der in uns die Hoffnung stärke.
Heilige Maria, …
Gott, du hast den seligen Louis und Zélie Martin die Gnade geschenkt, sich als Eheleute und Eltern zu heiligen. Hilf uns auf ihre Fürsprache dich zu lieben und dir in Treue zu dienen, denn die Heiligkeit ihres Lebens kann jedem von uns ein Vorbild sein. Darum bitten wir durch Jesus Christus.