7. Tag: Krankheit
Jede noch so geringe Krankheit hindert an der vollen Entfaltung des Lebens. Wer krank ist, hat oft eine verminderte Lebensqualität. Dennoch bleibt die Würde des Menschen in Krankheit und Elend unangetastet. Entscheidend ist es für einen kranken Menschen, dass er seine Krankheit annimmt und mit ihr lebt.
Auch die Familie Martin war vor Krankheit nicht verschont geblieben. Sowohl für Louis als auch für Zélie und ihre Kinder haben sich mehrfach unerwartete und unheilbare Krankheiten eingestellt. Allein der Glaube hat ihnen Antworten darauf gegeben, dass sie diese annehmen und tragen konnten, auch in ganz schweren Situationen.
„Ich habe Angst um deine Gesundheit, da du wieder guter Hoffnung bist. Aber der liebe Gott mutet einem nicht mehr zu, als man mit seinen Kräften ertragen kann. Oft habe ich meinen Mann beobachtet, wie er sich diesbezüglich um mich sorgte. Ich jedoch blieb ruhig und sagte ihm: ‚Hab keine Angst, der liebe Gott ist bei uns.’ […] Der liebe Gott ist der Herr. Er braucht nicht um Erlaubnis zu fragen für das, was er tut. Andererseits habe ich bis jetzt alle Qualen der Mutterschaft ertragen, indem ich mich der Vorsehung überließ. Übrigens ist man nicht auf der Erde, um nur Spaß zu haben. Diejenigen, die nur genießen wollen, sind im Unrecht und werden in ihren Hoffnungen enttäuscht.“ So schreibt Zélie an ihre Schwägerin am 5. Mai 1871 nach Lisieux.
Aus dem Evangelium nach Markus:
In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe, er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es, werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein.
Mk 1,40-42
Augenblick der Stille - Litanei
Bitten
Jesus, du bist der Heiland und der Erlöser der Welt. Du kannst auch uns heilen. Zu dir bete ich auf die Fürsprache der seligen Eltern:
- Für alle körperlich und seelisch kranken und leidenden Menschen, dass sie nicht verzweifeln und ihren Lebensmut verlieren.
- Für alle Ärzte und Pflegekräfte, dass sie immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand haben.
- Für alle Menschen, die nicht mehr ein noch aus wissen und die keine Lebenskraft mehr haben, dass sie Menschen begegnen, die sie stützen und aufrichten.
Jesus, unser Retter, höre meine Bitten und heile all das, was verwundet ist. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und Leben schenkst. Amen.
Vater unser …
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der uns von unseren Krankheiten heilen kann.
Heilige Maria, …
Gott, du hast den seligen Louis und Zélie Martin die Gnade geschenkt, sich als Eheleute und Eltern zu heiligen. Hilf uns auf ihre Fürsprache dich zu lieben und dir in Treue zu dienen, denn die Heiligkeit ihres Lebens kann jedem von uns ein Vorbild sein. Darum bitten wir durch Jesus Christus.