Resonanz der Feier

Der menschliche Entschluss zur Liebe ist die Antwort auf Gottes Liebe

Bischof Dr. Stephan Ackermann predigt an Theresienfeier und segnet die Rosen

In jeglicher Hinsicht einmalig ist die diesjährige Theresienfeier am 26. September 2010 in Kutzhof gewesen. Erstmals waren zwei Diözesanbischöfe zur Theresienfeier gekommen: Bischof Dr. Stephan Ackermann und Bischof Domenico Angelo Scotti aus der italienischen Diözese Trivento.
Dechant Klaus Leist konnte in einer überfüllten Kutzhofer Kirche die beiden Würdenträger begrüßen und freute sich, dass die italienische Besuchergruppe, Freunde seit dem Weltjugendtag 2005 aus Molise und den Abruzzen, an der Feier teilnahmen.
Dechant Leist führte in die Theresienfeier ein und wies darauf hin, dass schon seit über 30 Jahren die Theresienfeier und die Theresienverehrung in Kutzhof stattfinden und hob den Leitgedanken des Tages hervor: “Wer sein Leben in der Gottesliebe verwirklichen will, darf die Nächstenliebe nicht außer acht lassen.” Theresia hat dieses Wort in beeindruckender Weise formuliert - es ist aktueller denn je für uns heutige glaubende und suchende Menschen. Wir dürfen uns in dieser Stunde ihrer Hilfe gewiss sein. Wir dürfen nicht nur um diese Gottes- und Nächstenliebe beten, sondern wir dürfen auch darauf vertrauen, dass Gott uns auf ihre Fürsprache das schenken wird, was wir für unser Heil brauchen.
Bischof Scotti wandte sich herzlich an Bischof Stephan und freute sich, dass sie sich an einem solchen Tag und unter einem solchen Umstand, wo die heilige Theresia von Lisieux im Mittelpunkt steht, treffen und kennen lernen. Er kenne die Heilige schon seit Kindheit an und erinnere sich, dass seine Mutter ihm und seinen Geschwistern als Kinder von dieser jungen Heiligen aus Frankreich erzählte. Er lud Bischof Stephan und Dechant Leist mit seinen beiden Gemeinden zu einem Gegenbesuch nach Trivento ein und schenkte beiden eine Glocke aus der italienischen Heimat.
Bischof Dr. Stephan Ackermann ging in seiner beeindruckenden Predigt auf das Leben der kleinen heiligen Theresia ein, das Liebe gewesen ist. Theresia hätte gewusst, dass in der Kirche nicht alle alles sein können, sondern dass Gottes Geist die Berufung zuteilt. Die Liebe ist, so Bischof Ackermann, die Triebkraft allen christlichen Lebens. Würde die Liebe aufhören, schreibt Theresia, dann würden die Apostel aufhören das Evangelium zu verkünden und dann würden die Märtyrer sich verweigern, ihr Blut zu vergießen. Die Liebe ist daher alles und steht am Ursprung von allem. Theresia habe ihre Berufung gefunden. Sie will in der Kirche die Liebe sein. Die Liebe jedes einzelnen Menschen, die er in sein Leben einbringt, ist die Antwort auf Gottes Liebe. Der Entschluss zur Liebe, eine solche Entscheidung, die Liebe zu leben, ist die Antwort auf Gottes ewige Liebe. Gottes Liebe ist treu und sie steht zum Menschen.
Bischof Ackermann plädierte an die Gläubigen, sich den Armen Gottes anzuvertrauen, so wie die heilige Theresia sich ihm ganz anvertraut hat, damit er die Menschen an sich ziehen und zu sich ziehen kann.
Die 500 im Altarraum stehenden Rosen für die Gläubigen segnete der Bischof und verehrte selbst die kostbare Theresienreliquie, die im Theresienaltar aufbewahrt ist. Im Anschluss daran hatten die Gläubigen Gelegenheit, die Reliquie zu verehren und eine gesegnete Rose in Empfang zu nehmen.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den beiden Kirchenchören Kutzhof und Lummerschied unter der Leitung von Eric-Jörg Weiler und von dem Köllertaler Frauenensemble SOMEAL unter der Leitung von Carmen Folz-Bär, das im vergangenen Jahr erstmalig eine Theresien-CD mit dem Titel „Lieder der Liebe. Die Poesie der heiligen Theresia von Lisieux“ erstellt hat (http://www.pfarrgemeindenholz-kutzhof.de/theresienlieder.htm).
Im Anschluss an die Theresienfeier fand in der St.-Barbara-Halle ein gemütliches Beisammensein statt, an dem auch die beiden Bischöfe, die italienische Besuchergruppe sowie zahlreiche Gläubige teilnahmen.